- Tätigkeitsabschlüsse (§ 6b Absatz3 Satz 6 EnWG)

- Internet-Veröffentlichungen (§6b Absatz 7 Satz 5 EnWG)

für Gasnetz finden Sie hier zum downloaden

Für Gewerbekunden besteht die Möglichkeit, Fäkalien direkt bei der Kläranlage anzuliefern. Um dieses Angebot nutzen zu können, ist eine vorherige Registrierung bei den Gemeindewerken Garmisch-Partenkirchen notwendig, welche unter 08821753-6482 vorgenommen werden kann. Nach dieser Registrierung können mit entsprechender Voranmeldung Fäkalien angeliefert werden, vorausgesetzt

  1. die Kläranlage verfügt zum gewünschten Anlieferungszeitpunkt über entsprechende Kapazitäten,
  2. die Anlieferung erfolgt während der Öffnungszeiten der Kläranlage und
  3. es ist entsprechend geschultes Personal vor Ort, um die Annahme zu überwachen und durchzuführen.

Die Gemeindewerke behalten sich vor, die Annahme von Fäkalien abzulehnen, wenn die Annahme aufgrund betrieblicher Belange oder anderer Gründe nicht möglich ist. Die Gemeindewerke behalten sich ebenfalls vor, diese Dienstleistung zukünftig nicht mehr anzubieten.

Werden Fäkalien angeliefert gelten derzeit, vorbehaltlich zukünftiger Preisänderungen, folgende Preise
(Stand 01.08.2019):

  • Fäkalienanfuhr:
    25,00 € pro Kubikmeter.

  • stark verunreinigtes Material
    Wird stark verunreinigtes Material angeliefert, muss dieses gesondert behandelt werden. Das Material darf keine Feststoffe (z.B. Steine, Tücher, Knochen, Holz, Kunststoffe) enthalten. Mit Feststoffen verunreinigtes Material wird grundsätzlich nicht angenommen.

    Für diesen Mehraufwand wir ein Zuschlag erhoben, dieser beträgt derzeit:
    10,00 € pro Kubikmeter.


Die Entscheidung darüber, ob angelieferte Fäkalien angenommen werden, regulär eingebracht werden können oder als stark verunreinigtes Material zu behandeln sind, obliegt den jeweils zuständigen Mitarbeitern der Gemeindewerke. Sie legen diese Zuordnung für den Einzelfall fest. Etwaig im Vorfeld erteilte Vorauskünfte sind unverbindlich, maßgeblich ist allein die vor Ort nach Inaugenscheinnahme des Anlieferungsgutes getroffene Zuordnung.
Wasserkraft
Wasser regeneriert sich selbständig, ist natürlich und dadurch eine saubere und über 100 Jahre alte Öko-Energieform. Wasser erzeugt zwei unterschiedliche energetische Kräfte: stehendes Wasser erzeugt Energie, wenn es auf eine tiefere Ebene fällt (potenzielle Energie), fließendes Gewässer erzeugt Bewegungsenergie (kinetische Energie). In beiden Fällen wird das Wasser durch ein Turbinensystem geleitet, mithilfe dessen Energie gewonnen wird. Den sehr guten Wirkungsgrad von etwa 90% erreicht keine andere Form der Ökostromerzeugung. Wasserkraft eignet sich sehr gut für eine kontinuierliche Stromeinspeisung, da Wasser dauerhaft verfügbar und damit besonders wichtig für die Erhaltung der sogenannten Grundlast nach Wegfall der Atomkraftwerke ist. Es kommen also weder fossile Brennstoffe noch Atombrennstäbe zum Einsatz, die die Gewässer verschmutzen können.
 
Windkraft
Wind ist natürlich und in wechselnder Stärke verfügbar. Der Wind setzt aerodynamisch geformte Rotorblätter der Windräder in Bewegung. Die Windradrotoren treiben mit der kontinuierlichen Kreisbewegung eine Radnabe an, die die Energie an einen Generator überträgt. Dieser wandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie – Strom – um. Bei der Stromerzeugung kommt es zu natürlichen Schwankungen, da Wind nicht immer verfügbar ist.
Die Gemeindewerke verfügen über keine Windkraftwerke.
 
Biomasse
 Der energietechnische Biomasse-Begriff umfasst pflanzliche und tierische Erzeugnisse. Diese werden zur Gewinnung von Heizenergie und elektrischer Energie sowie als Kraftstoffe (z.B. Biodiesel) verwendet. Energietechnische Biomasse kann in gasförmiger, flüssiger oder fester Form vorliegen.
Bei den Gemeindewerken Garmisch-Partenkirchen wird aus folgenden Biomassen Energie (Biogas und Wärme) erzeugt:
  • Klärschlamm
  • Biomüll aus dem Landkreis
  • Grünabfälle
  • Landwirtschaftliche Abfallstoffe
Diese werden durch einen biologischen Prozess jeweils zu Gas verarbeitet. Die Gemeindewerke verbrauchen damit keine Extra-Anbauflächen für Bio-Pflanzen und vermeiden somit schädliche Nebeneffekte.
 
(Bio-)Gas
Im Strommix der Energieversorger ist Gas ein wichtiger Bestandteil. Im Gegensatz zu Sonnenenergie, Windkraft bzw. Strom generell, kann Gas gespeichert werden. Reicht der Strombedarf nicht aus, kann dieses gespeicherte Gas schnell in Strom umgewandelt werden und die Versorgung sicherstellen. Bei Biogas entsteht im Gegensatz zur Verbrennung von Holz (Holzschnitzel oder Pallets) wenig bis kein Feinstaub. Außerdem wird so viel CO2 freigesetzt, wie vorher beim Wachstum der Biomasse gebunden wurde. Neben dem selbst erzeugten Biogas kaufen die Gemeindewerke Biogas (sog. Biomethan) zu.
 
Sonnenenergie
Die Sonne ist die größte Energiequelle. Die Energiestrahlung ist 10.000 Mal höher als der Energiebedarf der gesamten Welt. Jedoch ist zu beachten, dass die Sonne nicht immer und im Winter seltener scheint. Mit der Sonne kann auf unterschiedlichste Art und Weise Energie gewonnen werden. Mit Hilfe von Spiegeln können Flüssigkeiten erhitzt werden, die in Dampfkraftanlagen Strom erzeugen. In Deutschland wird mit Solarzellen (Photovoltaik) der meiste Strom aus Sonnenenergie erzeugt. Diese Zellen sind zum Beispiel mit Silizium beschichtet und bei Lichteinfall entsteht an den Kontakten der einzelnen Zellen eine geringe Gleichspannung. Liegt der Wirkungsgrad hier zwar nur bei 10%, so wird durch die enorme Anzahl an Solarzellen eine beachtliche Menge an Strom erzeugt. Durch die relativ geringe Größe können solche Solarzellen auf nahezu allen Dächern mit einer Ausrichtung nach Süden montiert werden.
 
Abwärme
Abwärme wird durch technische Geräte erzeugt und muss meist abgeleitet werden, damit es nicht zu Überhitzungen und Ausfällen der Anlagen kommen. Diese Abwärme wird genutzt und nicht einfach „in die Luft“ entlassen. Im sogenannten „Organic Rankine Cycle“ (ORC) wird mithilfe der Abwärme eine organische Flüssigkeit mit niedriger Verdampfungstemperatur erhitzt bzw. verdampft. Dieser Dampf wiederrum treibt eine Turbine an, welche Strom produziert – CO2 frei.
 
Fernwärme
Bei Anlagen, die Strom durch Verbrennung (z.B. Biogas) erzeugen, kann die entstehende Wärme mittels Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden. Die Wärme wird beispielsweise in das lokale Fernwärmenetz eingespeist. An das Fernwärmenetz angeschlossene Gebäude nutzen die Wärme dann für Heizungen oder Warmwasser.